Das UNESCO-Komitee für Immaterielles Kulturerbe hat Ende letzten Jahres 39 traditionelle Fertigkeiten und Wissensformen neu in die UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dazu gehört auch die griechische Rembetiko-Musik, welche ihre Wurzeln im Kleinasiatischen Raum hat und sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts vor allem in Smyrna (heute Izmir) und Istanbul entwickelt hat.

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Die Rembetiko-Musik kam nach Griechenland erst nach der Vertreibung der griechischen Bevölkerung aus der Türkei im Jahr 1922. Sie wurde schnell zum imposanten Ausdrucksmittel der Flüchtlinge, die am Rande der Großstädte lebten, weshalb sie auch als griechischer Blues bezeichnet wird. Aus dieser Musikform entstand dann nach dem zweiten Weltkrieg die neue griechische Musik, die dank der zwei größten Namen von Manos Chadjidakis und Mikis Theodorakis weltberühmt wurde.  

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Der Beschluss der UN-Bildungsorganisation UNESCO zur Aufnahme lautet: „Rebetiko ist eine musikalische Aufführungspraxis, die Gesang und Tanz umfasst. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunächst in der städtischen Arbeiterklasse verbreitet, gehören Rebetiko-Lieder heute zum Standart-Repertoire bei fast allen gesellschaftlichen Anlässen. Rebetiko-Lieder enthalten Hinweise auf verschiedene griechische Bräuche, Praktiken und Traditionen; vor allem aber ist die Praxis eine lebendige Musiktradition mit starkem symbolischem und künstlerischem Ausdruck. Seit etwa zehn Jahren wird Rebetiko zunehmend in Musikschulen, Konservatorien und Universitäten unterrichtet“.     (AL)

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