Es ist wenig bekannt, dass Giorgos Seféris, der erste griechische Autor, der den Nobelpreis für Literatur im Jahr 1963 erhielt, neben dem bahnbrechenden dichterischen Oeuvre jahrzehntelang auch Tagebuch führte. Es liegen bereits sieben Bände vor, welche mit dem Jahr seiner Rückkehr aus England (1925) beginnen und bis zu seinem Todesjahr (1971) reichen. Bis Ende dieses Jahres erscheinen beim griechischen Ikaros Verlag die zwei letzten Bände, welche sich von Januar 1961 bis Ende 1963 (achter Band) und von Januar 1964 bis 1971 (neunter Band) erstrecken.

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Giorgos Seféris(eigentlich Giorgos Stylianos Seferiadis) wurde am 13. März 1900 in Smyrna geboren. Seine Familie zog Anfang 1914 nach Athen, wo er das Gymnasium besuchte. Seferis studierte 1918 bis 1924 Rechtswissenschaft in Paris, anschließend verbrachte er ein Jahr in England, um seine Englischkenntnisse zu verbessern. 1925 kehrte er nach Griechenland zurück und trat 1926 in den diplomatischen Dienst Griechenlandsein, wo er bis 1962 blieb.

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Zeitlebens verbrachte Seféris als Diplomat viele Jahre im Ausland (u.a. Albanien, Ägypten, Südafrika, Libanon, Großbritannien). Wo auch immer er sich befand, das Schreiben von Poesie hat er niemals aufgegeben. Er hielt auch flüchtige Eindrücke, Gedanken, Bilder in seinem Tagebuch fest, die einen Zugang zu seinem ohnehin schwierigen poetischen Werk verschaffen.  

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Seine erste Gedichtsammlung „Wende“erschien bereits 1931. Giorgos Seféris gilt als Hauptinitiator der sogenannten „Generation der 30er-Jahre“, die in der Dichtung die Wende zur Moderne vollzog und die heutige griechische Literatur weltweit bekannt machte. 

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