Vor wenigen Jahren gab es den Gedanken, in Griechenland den größten Solarpark Europas zu installieren. Das Projekt hat den ehrgeizigen Namen Helios bekommen. Die erneuerbaren Energien könnten in Griechenland Gewinne abwerfen, wenn die Investitionen sich erst einmal amortisiert hätten, war der Gedanke. Das klingt logisch in einem Land, in dem die Sonne rund 280 Tage im Jahr scheint. 

Auch wenn das Helios Projekt bis heute nicht realisiert werden konnte, der Grundgedanke ist auf fruchtbarem Boden gefallen. Das beste Beispiel ist die abgelegene ägäische Insel Tilos. So konnte sie sich mehr als 80 Prozent der Insel bereits mit Ökostrom versorgen. Dadurch sind auch die Stromkosten deutlich gesunken. Denn bislang erzeugen mit Diesel betriebenen Generatoren den Strom auf dem Eiland.

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Lauter einer veröffentlichten Studie, könnte die Insel sogar überschüssigen Wind- und Solarstrom exportieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass weniger Strom durch das vorhandene Unterseekabel von der Nachbarinsel Kos fließt. Das Stromnetz wird so geschont, Stromausfälle verhindert und die Dieselgeneratoren auf Kos müssen weniger Stunden laufen.

Helios sollte der größte Solarpark Europas werden und darüber hinaus der angeschlagenen griechischen Wirtschaft wieder auf die Beine helfen, zum Beispiel durch Stromexporte nach Deutschland. Auch der damalige EU-Energiekommissar Günther Oettinger begeisterte sich für die Idee. Das Tilos-Projekt ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.  (AL)

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