Wie wichtig das Wasser ist, hat man wohl schon sehr gut bereits in der griechischen Antike gewusst. Ein berühmtes Gedicht des griechischen Dichters Pindar aus dem fünften vorchristlichen Jahrhundert, die Erste Olympische Ode, beginnt mit dem vielsagenden Vers: „Das Wasser ist das Beste“. Wasser ist das wichtigste Gut auf unserer Erde, denn Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Aber nicht nur für uns Menschen, auch für Tiere und Pflanzen ist Wasser lebenswichtig. Wasser ist auch Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere.

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In der neuen Metrostation „Dimotiko Theatro“ („Stadttheater“) der Athener U-Bahn Linie 3, die vor zwei Tagen der Öffentlichkeit übergeben wurde, kann man die lange Geschichte des Wassers im größten Hafen Griechenlands bestaunen. Blau ist die dominierende Farbe in der neuen Metrostation, der letzten der Linie 3, die Piräus mit dem Athener Flughafen direkt verbindet. In 20 Minuten erreicht man die Athener Stadtmitte und in 55 Minuten den Flughafen. Im Inneren der Metrostation „Dimotiko Theatro“ entfaltet sich die Geschichte des Wassers und seine besondere Bedeutung für den Menschen und die Natur.

Es handelt sich eher um ein Museum, das rund 10.000 Funde präsentiert, welche die Geschichte der Stadt aus ihren Anfängen bis heute beschreiben und hervorheben. Piräus ist der größte Hafen Griechenlands und einer der größten und verkehrsreichsten Passagierhäfen in ganz Europa. Der Hafen war auch in der Antike von besonderer Bedeutung. Von hier startete Themistokles die legendäre athenische Flotte gegen die Perser. In der Antike lagen dort drei Häfen. Während des fünften vorchristlichen Jahrhunderts war der strategisch wichtige Ort durch eine Straße mit Athen verbunden. Geschützt wurde der wichtige Verkehrsweg durch hohe Mauern zu beiden Seiten, die so genannten »Langen Mauern«. Ob Piräus ein kurzer Zwischenstopp oder nur ein Abstecher ist, diese historische Umgebung mit ihrer vielfältigen Mischung aus Moderne und Antike hat für jeden einen besonderen Zauber.

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Die Idee eine von den drei neuen Metrostationen dem Wasser zu widmen, entstand während der Bauarbeiten der neuen Metrostationen. Tief unter der Erdoberfläche hat man, neben den anderen zahlreichen Funden, ein antikes Aquädukt entdeckt. Laut dem griechischen Kultusministerium wurden während der Bauzeit nicht weniger als 150 Konstruktionen im Zusammenhang mit antiken Wassersystemen gefunden, die charakteristisch für die alte Stadt Piräus sind. Eine Stadt mit lebhaftem Handel seit dem 7. vorchristlichen Jahrhundert. Nun dokumentiert die ständige archäologische Ausstellung der wichtigsten Funde in der Metrostation „Dimotiko Theatro“ die lange Geschichte eines Elements, das die Grundlage allen Lebens ist.

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Der Grundgedanke der ständigen Ausstellung ist, den Zusammenhang klar zu zeigen, wie die Wasserversorgung in der Antike funktionierte. Man kann anhand von mehreren Exponaten nachvollziehen, wie die Stadt Piräus von den ersten Anfängen bis zur römischen Zeit in historischer und gesellschaftlicher Hinsicht sich entwickelte. Die Ausstellung von Originalexponaten zeigt in mehreren Etappen die Art und Weise, wie ein antikes Haus in Piräus in Bezug auf die Bewirtschaftung der Wasserressourcen der Stadt entworfen und betrieben wurde. Digitale Exponate stellen die Nutzung von Wasser im täglichen Leben der alten Bewohner der Stadt Piräus dar. Es ist eine atemberaubende Geschichte, die mit wichtigen Dokumenten aus den Tiefen der Zeit und viel Ästhetik erzählt wird.

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