Premierminister Antonis Samaras sandte im Rahmen einer Economist-Konferenz in Athen eine Botschaft des Optimismus. Griechenland werde sich erholen; die ersten Zeichen eines Ausstiegs aus der Krise würden bald sichtbar sein.

Vor ein paar Monaten, betonte der Premier, sprachen viele über den Euro-Zusammenbruch und hielten den Austritt Griechenlands aus der gemeinsamen Währung als unabdinglich. Griechenland wurde als das schwächste Glied, eine „Iphigenie“ innerhalb der Eurozone gekennzeichnet. „Heute erreicht das Land seine Ziele“, so der Premier.

Der primäre Haushaltsüberschuss scheint erstmals in greifbarer Nähe zu sein und die Rekapitalisierung des Bankensystems ist auf dem Weg. Am wichtigsten ist aber, dass Reformen durchgeführt werden, die schon vor Jahrzehnten hätten realisiert werden müssen. „Nicht nur die quantitativen Indikatoren, sondern auch die qualitativen, wie z.B. die Wettbewerbsfähigkeit, weisen auf eine Wende hin“, unterstrich Samaras.

Der Oppositionsführer Alexis Tsipras beharrte in seiner Ansprache auf eine Lösung für Griechenland innerhalb der Eurozone. Nur seine Partei könne einen sicheren und geordneten Weg aus der Krise gewährleisten.

Die Eurozone bewege sich auf dünnem Eis, wobei die verfolgte Sparpolitik die Kluft zwischen Nord und Süd vertiefe. Tsipras forderte eine radikale Änderung der Wirtschaftspolitik und setze sich für einen nationalen Plan für die Entwicklung und den Wiederaufbau Griechenlands ein. Horst Reichenbach, der Chef der EU-Taskforce für Griechenland, verwies auf die Entschlossenheit der Regierung, die notwendigen Strukturreformen voranzubringen.

Die EU-Kommission teile die Auffassung, dass Griechenland seine Glaubwürdigkeit wieder hergestellt habe. Aus dieser Sicht ist sie bereit, Unterstützung bei der Umsetzung des anspruchsvollen Reformprogramms zu leisten. (So.K.).


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