An Dienstag besuchte der französische Staatspräsident Francois Hollande Athen und sprach mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras und dem Staatspräsidenten Karolos Papoulias.
Bei der gemeinsamen Pressekonferenz betonte Samaras die starken historischen Verbindungen zwischen Athen und Paris sowie den gemeinsamen Kampf beider Länder für mehr Solidarität und Wachstum in Europa.

Im Detail wurde mit Hollande über mehrere wachstumsfördernde Initiativen diskutiert, sowie über Investitionen französischer Unternehmer im Verkehrs-, Gesundheits- und Tourismuswesen.

Besonders wichtig sei der Beitrag Frankreichs zur Reform des öffentlichen Sektors. „Die beiden stärksten Partner unterstützen uns“, sagte Samaras mit Blick auf Frankreich und Deutschland. „Europa bedeutet Kooperation“. Hollande hat den Reformprozess in Griechenland begrüßt und dem griechischen Regierungschef versichert, dass Griechenland weiter auf die Unterstützung und Solidarität Frankreichs zählen könne.

Zudem wandte er sich gegen einen reinen Sparkurs: „Wir brauchen in Europa mehr Wachstum", sagte Hollande und rief französische Unternehmer zu Investitionen in Griechenland auf.

Staatspräsident Karolos Papoulias warnte bei seinem Treffen mit Hollande, die griechische Gesellschaft könne keine weitere Rezession mehr ertragen. „Wir stehen vor einer sozialen Explosion, wenn wir mehr von diesem Volk fordern“, sagte Papoulias. „Sie haben wirklich die Grenze (des Ertragbaren) erreicht“. Hollande fügte hinzu: „Die Anstrengungen waren aber nicht umsonst. Für Griechenland ist es besser, dass das Land im Euroland geblieben ist“. (A.Geo.).