•  Griechische Produkte: Kräuter und Gewürze
Die griechische Küche kann auf eine sehr reiche Tradition zurückblicken, denn bereits in der Antike findet man Elemente, die die griechische Küche auch heute noch prägen. Die berühmte Mittelmeer-Diät besteht aus bestimmten Lebensmitteln, wie Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Olivenöl und Rotwein, die im Mittelmeerraum und besonders in Griechenland verwendet werden. Griechenland beweist sich mit seiner Vielzahl von Produkten hoher Qualität als ein Paradies für Feinschmecker. Heutzutage haben bereits 85 griechische Produkte das Etikett der geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U., griechisch ΠΟΠ).

Schon seit der Antike verwendeten die Griechen aromatische Pflanzen, nicht nur wegen ihres Ernährungswertes sondern auch wegen ihrer therapeutischen Eigenschaften. Sie glaubten, dass der Berg Olympos, „die Heimat der Götter“, voll mit Kräutern sei, die zur Verfügung der Götter und Menschen standen. Auch der Vater der Medizin, Hippokrates, verwies auf die Notwendigkeit der Kräuter als Voraussetzung für eine gute Gesundheit. Heutzutage werden Kräuter und Gewürze für die Herstellung von Nahrungsmittelprodukten, Kosmetika und Medikamenten benutzt. 

 Im Mittelmeerraum und besonders in Griechenland gibt es eine große Vielfalt von Kräutern. Oregano und Thymiane werden, meist in trockener Form, das ganze Jahr über in der Küche verwendet, z.B. bei der Zubereitung des berühmten griechischen Salats oder bei Fisch- und Fleischgerichten. Außerdem lindert Oregano Atemwegserkrankungen, wobei Thymian für seine antimikrobielle und antiseptische Wirkung gegen Muskelschmerzen bekannt ist. 

Dyosmos, eine Art von Minze, wird in den Bergregionen und Feuchtgebieten gefunden. Nicht selten findet man aber dieses Kraut in einem kleinen Topf vor einem Fenster, begleitet von einem Topf Basilikum. Die Blätter des Basilikums sind sehr klein und aromatisch. Der griechische Safran oder „Krokos“ aus der Stadt Kozani, ein Produkt mit geschützter Ursprungsbezeichnung, ist für seine therapeutischen und kulinarischen Eigenschaften bekannt. Die Geschichte von Safran beginnt in Griechenland im 17. Jahrhundert in der Region von Kozani, in Westmakedonien. Reich an Vitamin B1 und B2, kann Safran Magenschmerzen lindern. Die Armee Alexanders des Großen soll Safran als Antiseptikum verwendet haben. Mit Safran werden zudem Gerichte goldgelb gefärbt und ihr Geschmack verbessert. Zuletzt gibt es in Griechenland zahlreiche wilde Pflanzen, wie Kamille oder den sogenannten „Tee des Berges“. Beide sind für ihre beruhigende Wirkung bekannt, aber der „Tee des Berges“ gilt auch als Heilmittel für Wunden. (V.Spyr)