In schwierigen Zeiten „liegt die Stärke in der Einheit“. Dies wird in Griechenland -gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise- in die Praxis umgesetzt, insbesondere durch die Zusammenarbeit von Stiftungen. Ein Beispiel für solch einen Fall ist die Stiftung „Tsarouchis“, die aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten ihren Betrieb nach 30 Jahren einstellt. Das zweistöckige Haus in der Ploutarchos Straße im Athener Vorort Maroussi, das vom Maler und Gründer der Stiftung Jannis Tsarouchis entworfen wurde und in dem auch seine Werke ausgestellt sind, muss dringend renoviert werden. 

Das bedeutet aber nicht, dass die Stiftung ihre Aktivitäten einstellt. Ihre Sammlungen und Archive werden im Benaki-Museum ausgestellt, während in der 2. Etage des Museums in der Piräus Straße alle thematischen Ausstellungen der Stiftung „Jannis Tsarouchis“ aufbewahrt werden. Den Anfang macht am 7. Dezember die Ausstellung „Jannis Tsarouchis: Studien über 17 Themen“, mit Exponaten aus den Sammlungen der gleichnamigen Stiftung. 

Es ist eine faszinierende Tour durch die Welt des Künstlers. Planungen, Studien und Variationen enthüllen den kreativen Prozess, den der Künstler verfolgte, um seine Themen zu behandeln, die ihn von seiner Jugend bis zum Alter beschäftigten. „Die Opferung der Iphigenie“, „Die große Abfahrt“, „Der Brief“, „Die vier Jahreszeiten“, „Der Mai von 1968“ sind nur einige von seinen großen Werken. Die Sammlung verfügt über einzigartige Materialien, die zum ersten Mal vorgestellt werden. Sie zeigen, wie Tsarouchis seine Arbeit vorbereitete und durchführte. Das originale Archivmaterial der Ausstellung wird mit persönlichen Gegenständen und Büchern des Malers, sowie durch Ausstellungskataloge und Erinnerungsstücke aus seinem Atelier ergänzt. Die Ausstellung wird bis zum 31. März zu sehen sein. (Arch.Pn.).