diamantopoulou

Zum ersten Mal hat Griechenland, ein Gründungsmitglied der OECD, offiziell eine Kandidatin für den Posten des/der nächsten Generalsekretärs/in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgeschlagen. Es handelt sich um die ehemalige EU-Kommissarin und griechische Ministerin, Frau Anna Diamantopoulou.

"Anna Diamantopoulou hat unbestreitbar vielfältige Referenzen, sowohl im wissenschaftlichen als auch im öffentlichen Bereich, vorzuweisen. Aufgrund ihrer internationalen Erfahrung mit Themen wie Bildung, Arbeitsmarkt, neue Technologien und Umwelt ist sie eine hervorragende Kandidatin für das Amt des Generalsekretärs der OECD", betonte der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis.

Seit der Bekanntgabe ihrer Kandidatur Anfang Oktober gilt Frau Diamantopoulou als eine der hoffnungsvollsten Kandidaten/innen für den Spitzenposten der Organisation.

Und zwar zu Recht.

Frau Anna Diamantopoulou ist eine griechische Politikerin und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens mit einer langen und herausragenden Karriere im öffentlichen Dienst in Griechenland und Europa, u.a. als EU-Kommissarin - eine der jüngsten, die je Mitglied des Kommissionskollegiums wurde - für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit, sowie als griechische Ministerin für Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit, Schifffahrt und griechische Ministerin für Bildung, Forschung und Technologie und lebenslanges Lernen.

Bildung, Forschung, Innovation und Technologie, Gleichstellung der Geschlechter, soziale Wohlfahrt, Wettbewerb, Entwicklungs- und Industriepolitik sowie internationaler Handel mit Schwerpunkt auf der Handelsmarine gehören zu den Themen, mit denen sie sich auf politischer Ebene befasst hat, ebenso wie mit den Herausforderungen und Chancen, die die 4. industrielle Revolution auf nationaler und globaler Ebene mit sich bringt. Politikbereiche, die im Epizentrum der OECD-Mission liegen. Darüber hinaus verfügt sie über umfangreiche Erfahrungen im privaten und gemeinnützigen Sektor.

Derzeit ist sie Präsidentin von DIKTIO - Network for Reform in Greece and Europe, einem führenden überparteilichen Think Tank mit Sitz in Athen und etablierten Partnerschaften auf vier Kontinenten, den sie 2013 gegründet hat. Außerdem ist sie als unabhängige, nicht geschäftsführende Direktorin bei Coca Cola HBC AG, einem FTSE 100-Unternehmen, tätig.

Was ist ihre strategische Vision für die OECD? „Kein ‚Weihnachtsbaum’ von Zielen und Aktivitäten, sondern ein ausgewogener konkreter Plan der Kontinuität und des Wandels, mit dem Ziel der Bekämpfung von Ungleichheiten in unseren Ländern (Motto: bessere Politik für ein besseres Leben), unter unseren Ländern (Wachstum) und Generationen (Umwelt und Nachhaltigkeit) sowie unter den Geschlechtern (Geschlechtsidentität)“.

Die OECD als Vorreiter für eine widerstandsfähigere Welt, das ist, kurz gesagt, Anna Diamantopoulous Vision für die Organisation. Darin betont sie die Notwendigkeit, einen „Global Foresight Hub zu schaffen, der mit allen ähnlichen Zentren auf der ganzen Welt zusammenarbeiten soll, Wissen und Prognosen über künftige Krisen bekannt machen und angemessene Instrumente für präventive Maßnahmen bereitstellen soll".

Die lebenslange Erfahrung von Frau Diamantopoulou im Bereich der Politikgestaltung und Verwaltung, die sich sowohl auf die Mikro- als auch auf die Makroökonomie konzentriert, um den unterschiedlichen Entwicklungsniveaus in Regionen und Ländern mit oft stark divergierenden Interessen Rechnung zu tragen, sowie ihre ausgeprägten operationellen Kenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten machen sie zweifellos zu einer der qualifiziertesten Kandidaten/innen für den nächsten Generalsekretär der OECD.

Und wahrscheinlich eine gute Wahl.

 

Quelle: Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (auf Englisch und auf Französisch)

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