Die Europäische Umweltagentur in Kopenhagen erklärte in einem offiziellen Bericht, der letzten Mai veröffentlicht wurde, Europa sei "das beliebteste Urlaubsziel weltweit" und die Tourismusbranche ein "Schlüsselsektor" der Wirtschaft. Er generiere mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der EU und beschäftige etwa zwölf Millionen Bürger. Die Wettbewerbsfähigkeit hänge von der Qualität der Reiseziele und eben auch der Badegewässer ab. „Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass mehr und mehr Badegewässer in ganz Europa die höchsten Qualitätsstandards erfüllen. Dies trägt dazu bei, dass die Europäer fundiertere Entscheidungen in Bezug auf die Badegebiete fällen, die sie in diesem Sommer besuchen wollen. Es zeigt darüber hinaus auch die Wirksamkeit unserer Umweltpolitik und die praktischen Vorteile einer hervorragenden Datenerhebung und -analyse für den Schutz der menschlichen Gesundheit und für unser tägliches Leben“ sagt Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA, der Europäischen Umweltagentur, welche allgemein einen positiven Trend feststellt, demzufolge die Wasserqualität der Strände und Badeplätze in ganz Europa seit 40 Jahren stetig besser wird.

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Alle erfassten Badegebiete in Österreich, Kroatien, Zypern, Estland, Griechenland, Litauen, Luxemburg, Lettland, Malta, Rumänien und Slowenien wiesen 2016 mindestens eine „ausreichende“ Qualität auf, laut dem offiziellen jährlichen Bericht der EUA. In fünf Ländern wurden 95 % der Badegewässer oder mehr mit „ausgezeichnet“ bewertet: Luxemburg (alle 11 Badegebiete), Zypern (99 % aller Badegebiete), Malta (99 % aller Badegebiete), Griechenland (97 % aller Badegebiete) und Österreich (95 % aller Badegebiete). Die Europäische Umweltagentur EEA hat für ihren Bericht mehr als 21.000 Badestellen in den EU-Staaten sowie in der Schweiz und in Albanien untersucht. Den höchsten Anteil an Badegewässern mit mangelhafter Qualität verzeichneten jedoch Irland (4,3 Prozent/6 Badegewässer), Großbritannien (3,2 Prozent/20 Badegewässer) und die Slowakei (3 Prozent /ein Badegewässer).     (AL)

www.eea.europa.eu