Täglich geh ich heraus, und such’ ein Anderes immer, / Habe längst sie befragt, alle die Pfade des Lands“, schreibt der deutsche Lyriker Friedrich Hölderlin (1770-1843) in seiner Elegie „Menons Klagen um Diotima“. Pfade spielen nicht nur in der Literatur, insbesondere in der Dichtung eine große Rolle. Die Athener Griechische Gesellschaft für Umwelt und Kultur bemüht sich seit langem ein Netzwerk von Kulturpfaden und Wanderwegen zu schaffen, um dadurch Kultur- und Individualreisenden behilflich zu sein.

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Heute dank dieser Initiative, die 2015 einen internationalen Tourismuspreis bekam, existieren bereits Kulturpfade auf der Insel Patmos, auf der Inselgruppe der kleinen Kykladen, in Marathon und in Mainalon-Gebirge auf der Peloponnes. Hinzu kommt noch die Insel Samothraki, welche eine Lieblingsinsel vor allem für Individualtouristen ist. Der Plan für Samothraki umfasst die Wiederbelebung von acht alten Pfaden und betrifft das Freischneiden und die Markierung der Wanderwege. Vergangenen Mai startete, um die traditionellen, alten Pfade zu neuem Leben zu erwecken, eine Crowdfunding-Kampagne für die Finanzierung des Projekts.     (AL)
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