Das bekannte Benaki-Museum und die „Antonios E. Komninos-Stiftung“ präsentieren die Ausstellung „Schätze der philhellenischen Malerei“ mit Werken aus der bedeutenden Sammlung der Stiftung, die zum ersten Mal dem Publikum zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung, die im Benaki Museum für griechische Kultur am 3. November feierlich eröffnet wurde, dauert nur noch bis zum 9. Januar 2022.

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Cesare Dell´ Acqua: Das Heldentum der Despo (1863)

Die Sammlung philhellenischer Kunst der „Antonios E. Komninos Stiftung“ umfasst hochwertige Gemälde, die von führenden Vertretern der europäischen philhellenischen Kunstbewegung geschaffen wurden. Es werden Werke von Malern aus Italien präsentiert, wie von Ludovico Lipparini, Filippo Agricola, Francesco Podesti und Cesare Dell Acqua, aus Deutschland, wie von Peter H.L. von Hess, Johann G.C. Perlberg und Carl A.J. Rottmann, aus Frankreich, wie von Alexandre-Marie Colin, Antoine-Alphonse Montfort und Pierre Bonirote, aus England, wie von Denis Dighton, Charles Eastlake, Edward Lear, Hugh W. Williams und George P. Reinagle, aber auch von bekannten griechischen Malern.

Diese künstlerische Zusammenarbeit innerhalb einer Ausstellung ist sowohl für Kunstliebhaber wichtig, die die Möglichkeit haben, eine Vielzahl von ästhetischen Formulierungen zu genießen, als auch für erfahrene Wissenschaftler, die die seltene Gelegenheit haben, die philhellenische Bewegung, die sich im Europa des anfänglichen 19. Jh. rasch verbreitete, anhand von bedeutenden Kunstwerken vergleichsweise zu erforschen.

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Denis Dighton: Die Niederlage der Türken bei Kleisoura (1823)

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist gewiss das monumentale Gemälde „Die Niederlage der Türken in Kleisoura von Souli“ des Briten Dennis Dington aus dem Jahr 1823, dem Jahr, das in der jährlichen Ausstellung der Royal Academy präsentiert wurde. Es zeigt eine facettenreiche Kriegsszene mit den Soulioten, die im Freiheitskampf von den steilen Hängen ihrer Berge eilen, während durch eine enge Schlucht, die von einer Rauchwolke bedeckt ist, Lambros Tzavellas auftaucht und neben ihm die furchtlose Moscho, seine Frau, die in einer Hand die Waffe hält.

„Es ist eine Ausstellung romantischer Fiktion ohne Rhetorik, die das Publikum bewegt. Das war der Zweck der philhellenischen Maler“, sagte die Kuratorin und Kunsthistorikerin Fani-Maria Tsiganakou über diese besondere Ausstellung und fügte hinzu: „Es ist auch eine wichtige Ausstellung für die unterschiedliche Herangehensweise der Maler an verschiedene Themen: Heldentum, Patriotismus, Zerstörung, Selbstaufopferung, Didaktik, Allegorie“.

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Peter H. L. von Hess: Rückkehr einer griechischen Familie (1837)

Alle Werke offenbaren dem Besucher eine künstlerische Nacherzählung der großen Momente der Griechischen Revolution, die am 25. März 1821 ausbrach und knapp zehn Jahre lang dauerte. Gleichzeitig und dank einer eindrucksvollen Reihe von Landschaftsbildern wird auch das Griechenland des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Durch faszinierende Bilder von Heldentum, Selbstaufopferung und Patriotismus regt die Ausstellung die Besucher an, über Elemente der modernen Geschichte nachzudenken, die die griechische nationale Identität geformt haben. Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog. (AL)

Introbild: G. C. Perlberg: Szene aus der Revolution (1839).

Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag: 10:00-18:00, Donnerstag: 10:00-24:00, Sonntag: 10:00-16:00 und Dienstag: geschlossen.   

Informationen: Benaki Museum der griechischen Kultur,

Koumbari 1. Tel.: 210 3671000,

benaki.org, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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